Mitteleuropas Monowälder

Mitteleuropas Monowälder

Schon seit langem interessiere ich mich dafür, weshalb unsere Wälder oft so eintönig und irgendwie so ganz und gar “unnatürlich” wirken.

Dazu habe ich einen interessanten Artikel bei Wikipedia gefunden, aus welchem ich folgenden Ausschnitt besonders hervorheben möchte.

Die Konstellationen der heutigen Waldgesellschaften Mitteleuropas sind tief geprägt vom Nutzwert der einzelnen Baumarten. Abgesehen von einigen wenigen Resten naturnahen Walds ist der überwiegende Teil der heutigen mitteleuropäischen Wälder entweder durch künstlich angelegte Forste oder durch mehr oder minder starke menschliche Eingriffe in seiner jetzigen Zusammensetzung entstanden. Weitaus dominierend sind die Wirtschaftsbäume Buche und Eiche, Fichte und Kiefer. Einen mitteleuropäischen Urwald im eigentlichen Sinne, einen Zustand, bevor dieser jeglicher menschlicher Aktivität ausgesetzt war, gibt es heute nicht mehr. „Neo-Urwald“, forstwirtschaftlich oder touristisch nicht (mehr) genutzter, sich selbst überlassener Wald ist natürlich kein Urwald im Ökologischen Sinne, auch wenn er einen noch so naturnahen Eindruck vermittelt; es bleibt sogar fraglich, ob die Rückverwilderung eines Waldökosystems sich noch jemals in dieselbe Richtung entwickeln kann wie eine theoretische ahemerobe Pflanzen- (und Tier-)gesellschaft am Standort Mitteleuropa.

Die vom Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft genannten Fichten- und Tannen-“Urwälder” der Schweiz, bei Schwyz, im Wallis und im Kanton Graubünden, haben in diesem Zusammenhang schon seit jeher seltsam auf mich gewirkt, da selbst sie offenbar aus Monokulturen bestehen. Irgendwie eine traurige Geschichte.

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